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Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Michael Stelzer

Seit 22. Dezember | Dauerhaft im Lesecafé
Michael Stelzer: Bilder zu russischer Literatur

Michael Stelzer, Chemnitzer Künstler, bekannt vor allem im Zusammenhang mit seinem Bruder Andreas Stelzer, der 2007 verstarb. Seine Bilder rühren aus einem tiefen Inneren des Künstlers, der durch sie seine ganz eigene Weltsicht ausdrückt: einserseits subtil und sensibel , andererseits farbenfroh-expressiv und zuweilen grotesk. Der Stil erinnert teilweise an Naive Kunst (Russeau), teilweise an expressionistische Bilder (Brücke, Blauer Reiter). Aus Stelzers Bildern spricht eine große Offenheit – da ist nichts gespielt, gekünstelt, verschleiert. Privat eher bescheiden, spricht Michael Stelzer nicht viel über seine Bilder, trägt sein künstlerisches Schaffen nicht so sehr nach außen. Da muss man ihn schon direkt fragen, gezielt nachhaken. Und dann hält er sich auch eher zurück, gibt bescheiden Auskunft, schweigt.
Russische Literatur, insbesondere Werke Dostojewskis, Gogols, Tolstois und Bulgakows, inspirierten ihn zur Verarbeitung einiger Motive; diese Bilder sind nun in der Ausstellung zu sehen.

Café_Philo: Macht und Masse

Dienstag | 8. Januar | 19:00 Uhr
Café_Philo: »Macht und Masse – Macht und Rausch«

+++ ANDERS ALS ANGEKÜNDIGT FINDET DIE VERANSTALTUNG NICHT IM WELTECHO, SONDERN IM LESECAFÉ IN DER LEIPZIGER STR. 3 STATT! +++

Die Fähigkeit andere zu beeinflussen bestimmt unser selbst. Doch wann wird Kontrolle zu Macht und wann Macht zum Rauschzustand? Ob Staatspräsident, Konzernleiter oder Lehrer, das Gefühl der Macht über andere begleitet jeden individuelle auf verschiedene Art und Weise. Ab wann und wodurch Führungsverantwortung, Überzeugungskraft oder Entscheidungsgewalt zum Machtrausch wird, wollen wir diskutieren.
Moderation: Nadine Hacker und Andreas Freidl

Der letzte linke Student

Mittwoch | 12. Dezember | 20:00 Uhr
Jörg Sundermeier: »Der letzte linke Student kämpft weiter«

Der letzte linke Student kämpft weiter: Gegen Kapital und Imperialismus. Gegen Sexismus und Faschismus. Und noch immer tappt er in Fallen, die ihm sein unbändiger Aktivismus und seine immense Eitelkeit stellen. Mit viel Ironie führt uns Jörg Sundermeier im Denken und Handeln des letzten linken Studenten Kurzschlüsse und Fehlleistungen der Linken vor Augen.
Die Kolumne »Der letzte linke Student« erscheint regelmäßig in der Wochenzeitung »Jungle World« und genießt inzwischen Kultstatus.
Jörg Sundermeier, geboren 1970, ist Autor und Verleger und lebt in Berlin. Er schreibt u.a. für die »Jungle World«, »taz« und »Berliner Zeitung«. 1995 gründete er den »Verbrecher Verlag« in Berlin, brachte seitdem etliche Anthologien heraus sowie das Kunstmagazin »martin«.

Die Situationisten

Freitag-Samstag-Sonntag | 23. – 25. November
Workshopwochenende: »Die Situationisten und die Stadt«

Die Situationistische Internationale gehörte von 1957 bis 1972 zu ei­ner der radikalsten Gruppierungen derjenigen Bewegung, die es an­strebt, den jetzigen Zustand aufzuheben. Selbst hervorgegangen aus versprengten Resten der nach dem zweiten Weltkrieg verbliebenen Kunstavantgarde, richtete sich die S.I., ausgehend von Frankreich, gegen die Borniertheit der Künstler­-Kreise und die Szene linker Polit­-Spezialisten, um außerhalb des akademischen Wissenschaftsbetriebs eine umfassende Kritik der kapitalistischen Gesellschaft auf der Höhe der Zeit zu formulieren und ein Programm der Abschaffungen zu er­arbeiten. In ihrer Ablehnung des Staatssozialismus und mit ihrer gnadenlosen Kritik des Marxismus-­Leninismus kann die S.I., neben Adorno/Horkheimer in Deutschland, Georg Lukács in Un­garn und den rätekommunistischen Zusammenhängen in den Niederlanden, zu einem der wichtigsten Stränge kritischer Theorie gezählt werden. (mehr…)

Zusammen gegen das Jobcenter

Dienstag | 20. November | 19:00 Uhr
Die Militante Untersuchung am Jobcenter Berlin-Neukölln

»Zusammen! gegen das Jobcenter.« Vortrag und Diskussion über die Militante Untersuchung am Jobcenter Berlin-Neukölln, mit zwei Vertretern der Gruppe FelS (Für eine linke Strömung)/Berlin.
„Hier in Neukölln leben mehr als ein Viertel der Leute von Hartz IV. Das Jobcenter prägt unser aller Leben. Was bedeutet das für uns? Wir haben angefangen mit vielen Menschen darüber zu reden, was das Jobcenter mit uns macht und wie wir das ändern können. Zum Jobcenter müssen wir einzeln, aber unsere Rechte können wir nur gemeinsam durchsetzen. Es ist genug für alle da! Zusammen gegen das Jobcenter Neukölln.“

Lutz Dammbeck

Donnerstag | 15. November | 20:00 Uhr
»MACHT KUNST WIDERSTAND?« Café_Philo mit Lutz Dammbeck

Der bildende Künstler und Filmemacher Lutz Dammbeck (u.a. »Das Netz«) kommt nach Chemnitz. Im August dieses Jahres ist sein Buch »Besessen von Pop« erschienen, das die Entstehungsgeschichte, Hintergründe und Hindernisse seiner Filme und multimedialen Projekte beschreibt. Er wird daraus vorlesen. Wir wollen mit ihm über seine Themen, seine Arbeitsweise und die daraus resultierende Filmsprache diskutieren. Wie ist das Verhältnis von Kunst und Macht? Gibt es eine Verantwortung des Künstlers gegenüber der Gesellschaft? Welche Rolle spielt dabei der kommerzielle Kunstbetrieb? Was heißt “Pop”? Ist Kunst elitär oder kann sie für eine Mehrheit verständlich sein? Was hat Kunst mit Widerstand zu tun?
Mehr bei: Freies Institut für Bildung.

Lyriklesung mit Andre Rudolph

Samstag | 3. November | 19:00 Uhr
Andre Rudolph: »Confessional Poetry«

Der zweite Band des mehrfach ausgezeichneten Leipziger Lyrikers Andre Rudolph:
»Eine lyrische Stimme voll abgründiger Leichtigkeit und selbstironischer Verzweiflung. Sie fängt präzise Echos unserer Gegenwart auf, spielt mit ihren technischen Verschaltungen und erzeugt ein ganz und gar heutiges Klangbild. Mit melancholischem Humor und Aberwitz schlagen die Texte den Leser in ihren Bann.« [Jury-Begründung zum Lyrikpreis Meran]
Euch erwartet eine Lyriklesung mit dem Autor Andre Rudolph. Musikalisch begleitet wird der Abend von Knut Wolf, der Werke für klassische Gitarre zum Besten geben wird.